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Wanderreiten Wanderreiten



Das Wanderreiten hat eine sehr lange Geschichte. Schon im Mittelalter reisten, vor allem Wohlhabende und Vornehme, mit dem Pferd. Damals war es üblich, dass die Reisen mit einem Pferd unternommen wurden. Selbst Goethe bevorzugte diese Art der Reisen und schrieb auch darüber. Der wohl berühmteste Wanderreiter war im Jahr 1925 unterwegs. Er legte eine Strecke von 10.000 Meilen zurück, angefangen von Buenos Aires bis nach Washington DC.

Die meisten Wanderritte dauert etwa sieben bis zehn Tage an. Geübte Reiter machen auch einen längeren Ausflug über drei Wochen oder länger. Am Tag werden etwa sechs bis sieben Stunden zurückgelegt, die Pausen nicht mit inbegriffen. Die Strecke wird vorwiegend im Schritt zurückgelegt. Das Wanderreiten ist heutzutage mehr ein Erlebnisurlaub und wird nicht als Hochleistungssport betrieben. Es ist eine umweltfreundliche Möglichkeit, seinen Natururlaub zu verleben. Sie können so viele Teile der eigenen Landschaft entdecken oder Sie unternehmen eine Wanderung mit dem Pferd in einer Ihnen fremden Umgebung.

Sie können beim Wanderreiten verschiedene Möglichkeiten in Betracht ziehen, um unterwegs zu übernachten. Manche ziehen es vor an der freien Natur ein Zelt aufzubauen. es gibt in ländlichen Gegenden auch die Möglichkeit bei einem Bauern im Stroh zu übernachten. Pferdehöfe bieten Chancen zur Übernachtung, welches man vorab schon Buchen kann. Die Packsachen können Sie entweder in Satteltaschen verstauen und auf dem Reitpferd unterbringen oder Sie nehmen sich ein mitgeführtes Packpferd mit. Das Pferd sollte verkehrssicher sein und gehorsam, sowie ausgebildet sein. Die Selbstständigkeit Ihres Pferdes wird gefördert und die Freundschaft mit Ihrem Vierbeiner wird verstärkt. Die Pferderassen können unterschiedlich sein, die sich zum Wanderreiten eignen. Kleinpferde und Araber eignen sich genauso gut wie ein Warmblüter oder einem Muli. Das Pferd muss in jeden Fall gesund sein und sollte ein stabiles Fundament besitzen, dann macht das Reiten auch Spaß.

Sie können schon vor dem eigentlichem Urlaub das Pferd auf das Wanderreiten vorbereiten. So eignen sich ausgiebige Spaziergänge an der Strasse oder Sie nutzen das Gelände vor der Haustür, damit sich das Pferd an die unterschiedlichen Gegebenheiten gewöhnen kann. Das fördert nicht nur die Kondition, sondern macht dem Pferd und dem Reiter sehr viel Spaß. So lernen Sie ihr Pferd noch besser kennen und lernen auch eventuelle Schwachstellen Ihres Vierbeinern kennen.
Sie können vor der Reise schon die Route planen und die Übernachtungen buchen. So kann man sich vorab schon erkunden, in welche Regionen man reitet und es macht Spaß unterwegs auch andere Wanderreiter kennenzulernen. Sie können in Ihrem Freundeskreis fragen, ob jemand Lust hat sie zu begleiten. So ist es nicht so einsam für Sie und das Pferd hat einen Kameraden, der ihn mit begleitet.
Sollte die Reise länger als zehn Tage dauern, sollte der Reiter über eine spezielle Ausrüstung verfügen. So sollte immer darauf geachtet werden, dass man auch einen Wetterschutz dabei hat, falls das Wetter einem einen Strich durch die Rechnung macht.

Wenn Sie Ihre Reise ins Ausland planen, können Sie vorab ein wenig die Sprache lernen, um so die Leute und die fremde Kultur kennenzulernen. Wanderreiter sind sehr gern gesehen und man wird auch ohne Planung schnell einen Ort finden, an dem man rasten kann und eine Übernachtung findet.
Was immer gern genutzt wird, ist das Sternreiten. Hierbei starten Sie von ihrem Wohnort aus und treffen sich an einem vorgegeben Ort mit anderen Wanderreitern, um dann ein großes Fest zu feiern. So lernt man viele neue Menschen kennen und kann sich die Abenteuergeschichten anhören, die andere Reiter erlebt haben. Oftmals finden diese Feste in Verbindung mit einer Pferdemesse statt.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten eines Wanderritts. So gibt es welche mit Troßbegleitung. Hierbei wird das Pferd auf einen Pferdetransporter geladen und an einem bestimmten Ort gebracht. Von da aus werden dann Rundritte unternommen. Dies ist beispielsweise für Familien oder Partner eine schöne Variante und so kann auch mehr Ausrüstung mitgenommen werden, die man mit dem Pferd allein, nicht transportieren kann.

Dann gibt es noch die kommerziellen Wanderritte. Diese Werden von einem Führer geleitet, die von Wanderstationen aus starten. Oftmals werden die Pferde hierbei gestellt, dass ist besonders für Leute geeignet, die sich kein eigenes Pferd leisten können. Es besteht aber auch die Möglichkeit, sein eigenes Pferd mitzubringen. Die Wanderritte sehen hier unterschiedlich aus. Je nachdem wie man bucht, gibt es die Angebote mit fünf Sterne Hotel Übernachtungen oder man bekommt Angebote, wo man in der freien Natur übernachtet. So kann man sich das Programm selber zusammenstellen und bleibt flexibel. Die Preise und die Qualität sind unterschiedlich und Sie sollten sich vorab darüber erkundigen.

Die unterschiedlichen Ferienregionen sind bemüht, dass Netz an Wanderreiterstationen zu erweitern und arbeiten eng mit den Landwirtschaftsverbänden zusammen.
In vielen Bundesländern kann man auch Wanderreiten ohne Gepäck buchen. Dabei werden die Strecken von Hof zu Hof markiert. Um das Gepäck muss man sich nicht mehr kümmern, da es von Standort zu Standort mit dem Auto transportiert wird. Diese Art eines Wanderrittes wird oft verpönt, da es in dem Sinne ja kein umweltfreundlicher Urlaub mehr ist. Man setzt hier auf die Zielsetzung ” Schonung des Pferdes” und wird in den meisten Fällen akzeptiert.

Bei drei verschiedenen Verbänden haben Sie die Möglichkeit, vor dem Urlaub eine Ausbildung zu machen. Hier können Sie beispielsweise eine Prüfung ablegen, bei der sie ein Abzeichen erhalten und ausgebildeter Geländereiter sind. Dies hat den Vorteil, dass Sie viele nützliche Sachen lernen, die Ihnen in der freien Natur mal nützlich sein können. Außerdem ermöglicht es Ihnen, nette Leute kennenzulernen und Freundschaften zu schließen. Darüber hinaus erhalten Sie die Chance, an Wanderriten im In- und Ausland teilzunehmen, die oftmals in kleinen Gruppen stattfinden.

Egal wie Sie ihren eigenen Wanderritt gestalten, es wird immer Spaß machen in der freien Natur. Sie werden mit Ihrem Pferd viele kleine und vielleicht auch große Abenteuer erleben und können dies, entweder allein oder in der Gruppe genießen. Hoch zu Ross lässt sich die Natur am besten genießen und kann seine Seele baumeln lassen.


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